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Artikel/
Dokumente:
Methoden der Ausbildung 2
Methoden der Ausbildung 3
Methoden der Ausbildung 5
Die zeitgemäße Führung von Mitarbeitern
Beratungs- und Förderungsgespräch
Die Auswahl des Auszubildenden
Innere Kündigung
Der Ausbilder als Teamentwickler
Der Ausbilder als Mitarbeiter- entwickler
Der Ausbilder als Konflikt- moderator
Der Ausbilder als Problemlöser
Der Ausbilder - mehr als nur 'Lehrer'
Mehr Zeit für die Ausbildung
Der Kunde als König
Wie wähle ich den 'richtigen' Auszubildenden
Interkulturelle Kompetenz
Literatur- empfehlungen
Scientology- erklärung
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"Methoden in der Ausbildung - oder: Von Lust und Frust des Auszubildenden
mit seinem Ausbilder"
TEIL 1
Problembeschreibung:
"Wo liegt der Hase im Pfeffer?"
von Stephan Möller
In den Jahren 1997 und 1998 wurden bis heute fünf
Workshops zum Thema "Neue Wege zur Gestaltung der Ausbildung"
von mir moderiert, weitere sind in Planung. Dabei ging es darum, sich
auf der Grundlage der Ausbildungsverordnung Gedanken zu machen, wie die
Ziele der Ausbildung im betrieblichen Alltag realisiert werden können.
Schlagworte wie:
- Handlungsorientierung,
- Fachkompetenz,
- Selbständigkeit,
- Motivation,
- Identifikation mit dem Beruf,
- Spaß an der Arbeit,
- betriebswirtschaftliches Denken und Handeln und
- Schlüsselqualifikationen wie menschlich-soziale Kompetenz, Konflikt-
und Problemlösungsfähigkeit und Teamorientierung
wurden von den Teilnehmern als Hauptziele der Ausbildung benannt. Anspruchsvolle
Ziele. Und die Realität?
- eingefahrene Methoden,
- der eher nebenher laufende Auszubildende,
- knapp bemessene Zeit für die Ausbildung vor dem Hintergrund von
Kosten- und Leistungsdruck des Unternehmens,
- Kreativität und Vielseitigkeit des Ausbilders stoßen oft
an gesetzte Grenzen, die gekennzeichnet sind durch Mehrfachfunktionen
in Büro und
- auf der Baustelle,
- die erforderliche Unterstützung durch den Unternehmer ist nicht
immer gegeben.
So entsteht sie dann, die auseinander klaffende Schere von Anspruch und
Wirklichkeit.
Dabei ist nach anfänglichem Zögern die Notwendigkeit, "Neue
Wege" gehen zu müssen, schnell eingesehen: Wettbewerb, hohe
Ausbildungsanforderungen und auch die Ansprüche der neuen Generation
von Auszubildenden und Ausbildern lassen schnell erkennen, daß es
allein mit der althergebrachten Methode Vormachen-Nachmachen' nicht
mehr geht. Methodenmix, partizipative Lernformen seien als Schlagworte
in den Raum gestellt.
Was ist das Kernanliegen dieser Artikelserie? Ich möchte es mit
einem Zitat von Karl Frey, einem Verfechter der Projektmethode, sagen:
Ich habe die "Vorstellung, daß Bildung selbstorganisiert, lebendig,
ohne allzu viel Druck und mit Freude möglich sein muß."
Doch hierfür sind zwingend einige Voraussetzungen zu erfüllen:
- Aus- und Weiterbildung muß im Unternehmen eine gewichtige Rolle
spielen,
- Ausbildung muß als eine Investition in die Leistungsfähigkeit
des Unternehmens gesehen werden,
- der Ausbilder muß Ausbildung als eine seiner Hauptaufgaben sehen
und wahrnehmen,
- der Unternehmer darf den Auszubildenden nicht nur als Kostenfaktor,
sondern muß ihn als wichtigen Nachwuchs sehen,
- der Ausbilder braucht die Unterstützung des Unternehmers,
- der Ausbildungsvertrag ist nicht nur ein Appell an die Pflichten des
Auszubildenden, sondern auch eine Verpflichtung des Ausbildungsbetriebes,
- der Auszubildende sollte bei der Ausbildungsgestaltung mit einbezogen
werden.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so ist der Boden für eine
fruchtbare, für alle Beteiligten gewinnbringende Ausbildung bereitet.
Erschienen in Ausbilder-INFO
Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Heft 4/1998
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